
![]() |
||
Toshikazu Kawasaki / |
|
|
• Servus ... noch sind die Eindrücke aus Freiburg ganz frisch. Ca. 180 Falter und Falterinnen aus vielen Teilen dieser unserer und anderer Republiken waren angereist, um ihrem Hobby zu frönen. Das Ambiente im Golfhotel war einfach gut. Es gab gute badische Küche, einen sehr aufmerksamen Service und ein Hotel, das voll in Origamihand war. Überall waren Faltspuren zu sehen. Riesige Kawasaki-Rosen im Foyer, Rosen, wohin das Auge blickte: an der Rezeption, im Zwischengang, im Restaurant.... Nicht nur Rosen, sondern auch eine riesige Fuse-Echse (meine ich zumindest) schlängelte sich an den Fenstern entlang. Der große Tagungsraum stand immer offen, so dass jederzeit Neugierige die Faltobjekte bestaunen konnten und es auch taten.
• Überall sah man Falter, Falter und Falterinnen (mehr Falterinnen als Falter, deswegen im Zeichen des Antidiskriminierungsgesetzes wurden die Falter zuerst genannt). Pasquale D'Auria stellte seine Modelle aus: ein Kaffeegedeck, einen Teelöffel, Variationen eines vierzackigen dreidimensionalen Sterns usw. Vanda beeindruckte durch ihren en miniature aber sehr präzise und exakt gefalteten Schmuck. Erst beim zweiten Hinsehen konnte man sehen, dass es kein Gold und Silber war, sondern "nur" Gold- und Silberpapier. Alle Achtung kann ich nur sagen. Für mich wäre diese winzigen Faltarbeiten nichts. Auch die nur durch eine Lupe erkennbare Weihnachtskrippe ist ein Beispiel für en miniature Falten.
• Kawazaki stellte seine neuesten Modelle aus: ein Kaleidoskop bestehend aus 24 Modulen, einen Würfel aus 12 Modulen, eine Zirkuskuppel aus vielen Streifen (hab sie nicht gezählt). Annette und Paul Hassenforder beeindruckten wieder mit einer neuen Hutkollektion. Gigi zeigte, dass sie ganz vernarrt in Tessalation ist. Gabi Vogt zeigte eine beeindruckend einfache von ihr entworfene sechseckige Schachtel mit deinem Sternendeckel. Sigrid Fuhrmann stellte ihr Dresdener Rosenkleid und einige ihrer Origamibilder aus. Eriko Pabel war nicht nur mit dem Falten von deutschen und internationalen Liedtiteln beschäftigt - eine Klasse Idee, Liedtitel in Origami umzusetzen und jeder durfte raten, um welche es sich handelte, sondern stellte u.a. auch ihre sechseckige Schachtel aus. Es gab 2 ersten Preise....- Jens-Helge Dahmen zeigte eine kleine Auswahl seiner Fische und Blumen. Carmen Sprung war wie immer mit neuen Sternenideen vertreten. Joan zeigte in einem Querschnitt durch die Jahrhunderte verschiedene Serviettenfaltungen. Ich nenne nur die wenigen, die mir noch in Erinnerung geblieben sind. Es waren mehr...aber auch mein Gedächtnis versagt ab und zu.
• Viele "offizielle" Workshops und noch mehr "inoffizielle" Workshops luden zum Falten ein. Die offiziellen Workshops waren in der Regel sehr schnell ausgebucht, ein Glück für diejenigen, die einen Platz ergatterten, Pech für die anderen....(z.B. ich..schnief). Aber die inoffiziellen Workshops, das freie Falten mit anderen entschädigte für vieles... Ja, endlich kann ich Chris Palmers Flowertower, wenn auch nur mit 2 Reihen, aber ich kenne nun das Prinzip. Wer ihn noch nicht kennt, sollte mal im Internet nach dem Flowertower suchen. Gigi hat mit wahrlich stoischer Geduld den Flowertower allen beigebracht. Gigi, ich danke dir. Wer ihn sieht, wird meine Begeisterung verstehen.
• Enrica aus Italien zeigte mir eine sehr schöne, natürlich wirkende modulare Rose von Silvana Betti Mamino. Diese Rose werde ich gleich nachfalten, damit ich sie nicht vergesse. Ach, es gab so viele Modelle zum Falten, ich habe nur einen Teil aufgezählt. Sicherlich wird der eine oder die andere noch viel ergänzen können. Als das Rätsel mit den Liedtiteln am Samstagabend aufgelöst wurde, gab es noch eine Premiere: 180 Leute sangen (fast einstimmig), begleitet von 2 Musikern (auch ihnen sei Dank) von "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" über "Rock around the clock" und "I just called to say I love you" bis zu "Hänschen klein..." (und das auch noch auf Japanisch "chou chou" - bedeutet Schmetterling) und der mathematischen Aufgabe, die dann "99 Luftballons" ergab, zum ersten Mal gemeinsam.
• Naja, und was wäre ein Origamitreffen ohne Papier und Bücher? NICHTS!! Hubert Freudenberger und Ursula Otani von Miyabi waren da. Leider - das Leider bezieht sich auf meinen Geldbeutel und nicht auf die beiden Personen!!!!! Ich wollte ja nichts kaufen, aber...... Der Geist war willig, doch das Fleisch war schwach.
• Einen besonderen Dank möchte ich den Organisatoren aussprechen. Andrea, Eriko, Anja, Joan und all die fleissigen Heinzelmännchen im Hintergrund haben klasse Arbeit geleistet und können stolz auf das sein, was sie auf die Beine brachten. Alle Teilnehmer fühlten sich sehr wohl, genossen die Atmosphäre, lachten und sangen....und waren einfach glücklich. 1000 Dank an alle, die geholfen haben, uns so ein schönes Faltwochenende zu bereiten. Ich kann euch nicht genug danken, denn wir sahen nur das Ergebnis und nicht die viele Vorbereitungsarbeiten, die Ihr leisten mußtet, um uns dieses schöne und faltenreiche Wochenende zu ermöglichen.
• Baba und noch viele schöne Faltereien ...
Doris Lauinger
|
||
Gruppenfoto |
|
|